Naturnahe Umgestaltung des Riedkanals

Der Riedkanal ist ein technisch ausgebautes, strukturarmes Gewässer. Vor einigen Jahren hat der Riedkanal-Zweckverband in der Geggenau eine etwa 100 m lange „Teststrecke“ des Riedkanals naturnah umgestaltet. Inzwischen hat sich hier ein abwechslungsreiches Gewässerbett mit unterschiedlichen Strömungen entwickelt.

Nach dem Vorbild der Teststrecke wurde der Riedkanal auf einer Länge von einem Kilometer naturnah umgestaltet. Dabei wurde die Versteinung am Ufer entfernt und die Aue verbreitert. Es wurden strömungsgeschützte Altarme, Flutrinnen, Steilwände und Flachufer angelegt. An mehreren Stellen sorgen eingebrachtes Totholz und Steine aus der alten Uferbefestigung für Strömungs- und Strukturvielfalt.

Was wird dadurch erreicht?
" typeof= In den neu geschaffenen Steilwänden kann der Eisvogel brüten. Das Bachneunauge und der Steinbeißer, ein am Gewässergrund lebender Kleinfisch, finden geeignete Lebensräume. Außerdem wurden sich in dem Abschnitt im Uferbereich Hochstauden ausgesät, die als Futterpflanzen für Schmetterlinge dienen. Durch die Ansiedlung von Wasserpflanzen verbessern sich die Lebensraumverhältnisse für die Helm-Azurjungfer, eine Kleinlibellenart.