Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt (HÖP) Rastatt

Die Murg ist begradigt, beiderseits schützen Deiche die Anwohner vor Hochwasser. Das Wasser fließt dadurch auch bei Hochwasser sehr schnell ab, was zu erhöhter Hochwassergefahr führen kann – irgendwo muss das Wasser ja hin. Die Natur außerhalb der Deiche, die früher regelmäßig überschwemmten Auwälder, sind jetzt immer trocken und verändern sich. Dadurch gingen die auwaldtypischen Arten und Lebensräume nach und nach verloren.


Eine erprobte Möglichkeit zur Verminderung der Hochwassergefahr und gleichzeitig zur Wiederherstellung von Auen ist die Rückverlegung von Hochwasserschutzdeichen. Nördlich von Rastatt, im Gewann Brufert, wird der Deich auf der linken Seite der Murg um bis zu 500 m und auf der rechten Seite um 100 m zurückverlegt. Dadurch wird eine Fläche von rund 50 ha gewonnen, in der das Hochwasser sich zukünftig ausbreiten kann.
Auch an der Murg werden Änderungen vorgenommen. Ein verzweigter Gewässerlauf mit Uferabflachungen wird entstehen und ein abgetrennter Altarm wird wieder an die Murg angeschlossen.

Was wird dadurch erreicht?
Die Maßnahme verbessert den Hochwasserschutz für die Stadt Rastatt. Gleichzeitig können sich naturnahe Wasser- und Ufervegetation und vor allem Auwälder neu entwickeln. In den Kleingewässern der Aue profitieren Gelbbauchunke und Kammmolch von der Wiedervernässung. Durch die Wiederherstellung der Fließdynamik an der Murg entstehen neue Lebensräume für Jungfische von Steinbeißern, Groppen, Neunaugen und Maifischen.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Informationen des Landesbetriebs Gewässer zu HÖP mit Planungskarten
  • Pressemitteilung der Stadt Rastatt zum Beginn der Rodungsarbeiten für HÖP vom 3.2.2012
  • Votrag im Landratsamt Rastatt zu HÖP am 5.11.2012